1. Young Professionals Survey
Kategorie: NewsDie Ergebnisse der ersten KdA-Befragung zur Wirtschaftslage in der Marketing- und Werbebranche liegen vor.
Die Konferenz der Akademien für Kommunikation, Marketing und Medien KdA ist ein bundesweiter Zusammenschluss führender Kommunikationsakademien. Auch die DAMK gehört dazu. Credo der elf Mitgliedsakademien ist die strikte Orientierung ihrer Ausbildungsangebote an der Berufspraxis. Das bewährte Bildungsnetzwerk kooperiert mit ZAW und GWA und deckt umfassend den Bedarf an Nachwuchs von Agenturen, Werbe- und Marketingabteilungen ab.
Unter einigen ihrer Studierenden hat die KdA eine Befragung zur wirtschaftlichen Lage der Marketing-Branche durchgeführt. Um die aktuelle Stimmung und Situation von Young Professionals einzufangen, ist keine bessere Datenbasis denkbar: Knapp 80 Prozent der Befragten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, gut die Hälfte arbeitet in Werbe- oder Mediaagenturen, ein Drittel in Handel und Industrie.
Die Ergebnisse der Befragung legen den Finger in die Wunden der Wirtschaftkrise, zeigen aber auch Wege auf und machen Mut: Mehr als die Hälfte aller Befragten beurteilt die aktuelle Auftragslage in ihrer Firma als zufriedenstellend, ein Drittel sogar als gut. Der Haken dabei: Zugleich wird bei einem Drittel der Unternehmen die Personaldecke dünner. Die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter nehmen zu. Und das mit steigender Tendenz: Denn sechzig Prozent der Befragten beobachten in ihrer Firma eine Verstärkung der Neukundenakquise.
In engem Zusammenhang mit dieser Zahl steht ein weiteres klares Ergebnis. Es betrifft die Anforderungen an Kompetenzen der Mitarbeiter. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass die Anforderungen an die Verkaufskompetenz steigen. Und ebenfalls mehr als 70 Prozent befanden, es sei zunehmend fachliches Know-how gefragt – also direkt anwendbares Branchen- und Praxis-Wissen. Die Anforderungen an theoretische Grundlagen beurteilte dagegen eine Hälfte der Teilnehmer als steigend, die andere Hälfte als gleichbleibend. Und bei der Frage nach der Relevanz aktueller Forschungsergebnisse gingen sogar weniger als die Hälfte, nämlich 40 Prozent, von steigenden Anforderungen aus.
Überraschend vor diesem Hintergrund: Nur ein Fünftel der Befragten gab an, Bildung werde wichtiger. Klarer wird dieses Ergebnis angesichts der Antwort auf die nächste Frage. Auf die Art der Bildung kommt es offenbar an. Zwei Drittel waren der Meinung, duale Bildung nehme an Bedeutung zu – im Verhältnis zu klassischer akademischer Bildung. Dieses Ergebnis spiegelt die zunehmende Bedeutung praktischen Know-hows wider. Praxisorientierten, berufsbegleitendenen Bildungsformen wird deutlich der Vorzug gegeben.
Die Umfrageergebnisse im Netz: http://www.konferenz-der-akademien.de/umfrage/ergebnis_01.survey.asp


